Verlorene Kinder
Der Lehrer Steiner, gerade versetzt ans Gymnasium einer norddeutschen Kleinstadt, bemerkt, daĂ sie Gemeinde von einer Gruppe junger Leute, zu denen auch einer seiner SchĂŒler gehört, regelrecht terrorisiert wird: Bei Geburtstagsfeiern etablierter Familien, AbschluĂfesten und Gemeindeveranstaltungen erscheinen sie ungeladen und versuchen durch agressives Verhalten SchlĂ€gereinen zu provozieren. Die Angst vor Gewalt lĂ€hmt alle; selbst die Polizei ist unentschlossen. Die Gruppe fĂŒhlt sich bald als Herren der Stadt. Die drei Jungen Andreas, Martin und Werner sind Mitglieder der Gruppe. Der hochsensible und intelligente Andreas ist in der Schule ein AuĂenseiter und leidet unter der ĂŒbermĂ€Ăigen FĂŒrsorglichkeit seiner Mutter, die versucht ihn an sich zu binden. Der Schlosser Martin fĂŒhlt sich unterschĂ€tzt und trĂ€umt davon, die Stadt zu verlassen und in der Fremde Anerkennung und GlĂŒck zu finden. Werner leidet unter seinem dominanten Vater, der ihn zum Nachfolger in seinem Betrib machen möchte, doch Werner hat andere BerufsplĂ€ne, ist jedoch unfĂ€hig sich gegen seinen Vater zu behaupten. Alle drei finden Halt und eine Art von Sicherheit in der Gruppe der Radikalen jugendlichen. WĂ€hrend Andreas und Werner mit der Zeit erkennen, daĂ die Gewaltbereitschaft der Gruppe bedenkliche AusmaĂe annimmt, verliert sich Martin in seiner Begeisterung fĂŒr eben diese. Steiner ist die PassivitĂ€t der Erwachsenen, der Stadtverwaltung gegenĂŒber den Jugendlichen unbegreiflich. So versucht er, die gewalttĂ€tigen AuĂenseiter wieder zurĂŒckzuholen. Als eine Fernsehreporterin auf die ZustĂ€nde in der Stadt hinweist, wird die Polizei doch aktiv. Die jugendliche Gruppe wird vor Gericht gestellt. In den dramatischen Verhören erscheinen sie als Stiefkinder einer Sozialisierung, die nur durch berufliche Erfolge funktioniert. In ihrer sozialen Benachteiligung schlieĂen sie sich zusammen, wollen auf sich aufmerksam machen. Ihre ideologische VerbrĂ€mung ist das RechtsauĂen: Provozieren, herausfordern, reinschlagen. Am Ende des Verfahrens Hafstrafen, meist auf BewĂ€hrung, doch Hilflosigkeit bei Staatsanwalt, Rechtsanwalt, Gutachter und Richter: Man hat nur dem Gesetz genĂŒge getan. Die Erwachsenen wollen die milden Strafen nicht akzeptieren. Der Lehrer wird als der eigentliche ĂbeltĂ€ter gesehen, da er dazu beigetragen hat, die ZustĂ€nde öffentlich zu machen.
- Runtime
- 1h 30m
- Released
- 2000
Details
Release year: 2000
Storyline
Der Lehrer Steiner, gerade versetzt ans Gymnasium einer norddeutschen Kleinstadt, bemerkt, daĂ sie Gemeinde von einer Gruppe junger Leute, zu denen auch einer seiner SchĂŒler gehört, regelrecht terrorisiert wird: Bei Geburtstagsfeiern etablierter Familien, AbschluĂfesten und Gemeindeveranstaltungen erscheinen sie ungeladen und versuchen durch agressives Verhalten SchlĂ€gereinen zu provozieren. Die Angst vor Gewalt lĂ€hmt alle; selbst die Polizei ist unentschlossen. Die Gruppe fĂŒhlt sich bald als Herren der Stadt. Die drei Jungen Andreas, Martin und Werner sind Mitglieder der Gruppe. Der hochsensible und intelligente Andreas ist in der Schule ein AuĂenseiter und leidet unter der ĂŒbermĂ€Ăigen FĂŒrsorglichkeit seiner Mutter, die versucht ihn an sich zu binden. Der Schlosser Martin fĂŒhlt sich unterschĂ€tzt und trĂ€umt davon, die Stadt zu verlassen und in der Fremde Anerkennung und GlĂŒck zu finden. Werner leidet unter seinem dominanten Vater, der ihn zum Nachfolger in seinem Betrib machen möchte, doch Werner hat andere BerufsplĂ€ne, ist jedoch unfĂ€hig sich gegen seinen Vater zu behaupten. Alle drei finden Halt und eine Art von Sicherheit in der Gruppe der Radikalen jugendlichen. WĂ€hrend Andreas und Werner mit der Zeit erkennen, daĂ die Gewaltbereitschaft der Gruppe bedenkliche AusmaĂe annimmt, verliert sich Martin in seiner Begeisterung fĂŒr eben diese. Steiner ist die PassivitĂ€t der Erwachsenen, der Stadtverwaltung gegenĂŒber den Jugendlichen unbegreiflich. So versucht er, die gewalttĂ€tigen AuĂenseiter wieder zurĂŒckzuholen. Als eine Fernsehreporterin auf die ZustĂ€nde in der Stadt hinweist, wird die Polizei doch aktiv. Die jugendliche Gruppe wird vor Gericht gestellt. In den dramatischen Verhören erscheinen sie als Stiefkinder einer Sozialisierung, die nur durch berufliche Erfolge funktioniert. In ihrer sozialen Benachteiligung schlieĂen sie sich zusammen, wollen auf sich aufmerksam machen. Ihre ideologische VerbrĂ€mung ist das RechtsauĂen: Provozieren, herausfordern, reinschlagen. Am Ende des Verfahrens Hafstrafen, meist auf BewĂ€hrung, doch Hilflosigkeit bei Staatsanwalt, Rechtsanwalt, Gutachter und Richter: Man hat nur dem Gesetz genĂŒge getan. Die Erwachsenen wollen die milden Strafen nicht akzeptieren. Der Lehrer wird als der eigentliche ĂbeltĂ€ter gesehen, da er dazu beigetragen hat, die ZustĂ€nde öffentlich zu machen.
Top credits
- Marcus Michalski â Andreas
- Robert Giggenbach â Lehrer Steiner
- Tobias Riefer â Martin
- Dennis Grabosch â Lotze Werner