Verlorene Kinder

2000‱ 1h 30m
Drama
⭐ 5.9 / 10(30)

Der Lehrer Steiner, gerade versetzt ans Gymnasium einer norddeutschen Kleinstadt, bemerkt, daß sie Gemeinde von einer Gruppe junger Leute, zu denen auch einer seiner SchĂŒler gehört, regelrecht terrorisiert wird: Bei Geburtstagsfeiern etablierter Familien, Abschlußfesten und Gemeindeveranstaltungen erscheinen sie ungeladen und versuchen durch agressives Verhalten SchlĂ€gereinen zu provozieren. Die Angst vor Gewalt lĂ€hmt alle; selbst die Polizei ist unentschlossen. Die Gruppe fĂŒhlt sich bald als Herren der Stadt. Die drei Jungen Andreas, Martin und Werner sind Mitglieder der Gruppe. Der hochsensible und intelligente Andreas ist in der Schule ein Außenseiter und leidet unter der ĂŒbermĂ€ĂŸigen FĂŒrsorglichkeit seiner Mutter, die versucht ihn an sich zu binden. Der Schlosser Martin fĂŒhlt sich unterschĂ€tzt und trĂ€umt davon, die Stadt zu verlassen und in der Fremde Anerkennung und GlĂŒck zu finden. Werner leidet unter seinem dominanten Vater, der ihn zum Nachfolger in seinem Betrib machen möchte, doch Werner hat andere BerufsplĂ€ne, ist jedoch unfĂ€hig sich gegen seinen Vater zu behaupten. Alle drei finden Halt und eine Art von Sicherheit in der Gruppe der Radikalen jugendlichen. WĂ€hrend Andreas und Werner mit der Zeit erkennen, daß die Gewaltbereitschaft der Gruppe bedenkliche Ausmaße annimmt, verliert sich Martin in seiner Begeisterung fĂŒr eben diese. Steiner ist die PassivitĂ€t der Erwachsenen, der Stadtverwaltung gegenĂŒber den Jugendlichen unbegreiflich. So versucht er, die gewalttĂ€tigen Außenseiter wieder zurĂŒckzuholen. Als eine Fernsehreporterin auf die ZustĂ€nde in der Stadt hinweist, wird die Polizei doch aktiv. Die jugendliche Gruppe wird vor Gericht gestellt. In den dramatischen Verhören erscheinen sie als Stiefkinder einer Sozialisierung, die nur durch berufliche Erfolge funktioniert. In ihrer sozialen Benachteiligung schließen sie sich zusammen, wollen auf sich aufmerksam machen. Ihre ideologische VerbrĂ€mung ist das Rechtsaußen: Provozieren, herausfordern, reinschlagen. Am Ende des Verfahrens Hafstrafen, meist auf BewĂ€hrung, doch Hilflosigkeit bei Staatsanwalt, Rechtsanwalt, Gutachter und Richter: Man hat nur dem Gesetz genĂŒge getan. Die Erwachsenen wollen die milden Strafen nicht akzeptieren. Der Lehrer wird als der eigentliche ÜbeltĂ€ter gesehen, da er dazu beigetragen hat, die ZustĂ€nde öffentlich zu machen.

Runtime
1h 30m
Released
2000

Details

Release year: 2000

Storyline

Der Lehrer Steiner, gerade versetzt ans Gymnasium einer norddeutschen Kleinstadt, bemerkt, daß sie Gemeinde von einer Gruppe junger Leute, zu denen auch einer seiner SchĂŒler gehört, regelrecht terrorisiert wird: Bei Geburtstagsfeiern etablierter Familien, Abschlußfesten und Gemeindeveranstaltungen erscheinen sie ungeladen und versuchen durch agressives Verhalten SchlĂ€gereinen zu provozieren. Die Angst vor Gewalt lĂ€hmt alle; selbst die Polizei ist unentschlossen. Die Gruppe fĂŒhlt sich bald als Herren der Stadt. Die drei Jungen Andreas, Martin und Werner sind Mitglieder der Gruppe. Der hochsensible und intelligente Andreas ist in der Schule ein Außenseiter und leidet unter der ĂŒbermĂ€ĂŸigen FĂŒrsorglichkeit seiner Mutter, die versucht ihn an sich zu binden. Der Schlosser Martin fĂŒhlt sich unterschĂ€tzt und trĂ€umt davon, die Stadt zu verlassen und in der Fremde Anerkennung und GlĂŒck zu finden. Werner leidet unter seinem dominanten Vater, der ihn zum Nachfolger in seinem Betrib machen möchte, doch Werner hat andere BerufsplĂ€ne, ist jedoch unfĂ€hig sich gegen seinen Vater zu behaupten. Alle drei finden Halt und eine Art von Sicherheit in der Gruppe der Radikalen jugendlichen. WĂ€hrend Andreas und Werner mit der Zeit erkennen, daß die Gewaltbereitschaft der Gruppe bedenkliche Ausmaße annimmt, verliert sich Martin in seiner Begeisterung fĂŒr eben diese. Steiner ist die PassivitĂ€t der Erwachsenen, der Stadtverwaltung gegenĂŒber den Jugendlichen unbegreiflich. So versucht er, die gewalttĂ€tigen Außenseiter wieder zurĂŒckzuholen. Als eine Fernsehreporterin auf die ZustĂ€nde in der Stadt hinweist, wird die Polizei doch aktiv. Die jugendliche Gruppe wird vor Gericht gestellt. In den dramatischen Verhören erscheinen sie als Stiefkinder einer Sozialisierung, die nur durch berufliche Erfolge funktioniert. In ihrer sozialen Benachteiligung schließen sie sich zusammen, wollen auf sich aufmerksam machen. Ihre ideologische VerbrĂ€mung ist das Rechtsaußen: Provozieren, herausfordern, reinschlagen. Am Ende des Verfahrens Hafstrafen, meist auf BewĂ€hrung, doch Hilflosigkeit bei Staatsanwalt, Rechtsanwalt, Gutachter und Richter: Man hat nur dem Gesetz genĂŒge getan. Die Erwachsenen wollen die milden Strafen nicht akzeptieren. Der Lehrer wird als der eigentliche ÜbeltĂ€ter gesehen, da er dazu beigetragen hat, die ZustĂ€nde öffentlich zu machen.

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